Albert Schweitzer - Namensgeber unserer Schule

Albert Schweitzer wurde am 14. Januar 1875 in Kaysersberg (Elsaß) als zweites von fünf Kindern des Pfarrers Ludwig Schweitzer und dessen Frau Adele, geb. Schillinger, geboren.
Im Oktober 1893 begann er mit dem Studium der Theologie und Philosophie an der Universität Straßburg.
1898 Erstes theologisches Examen
1898–1899 Studium in Paris und Berlin
1899 Promotion zum Dr. phil. in Straßburg
1900 Zweite theologische Prüfung, anschließend Vikariat in Straßburg
1902 Habilitation für Ev. Theologie mit der Schrift "Das Messianitäts- und Leidensgeheimnis". Professorentitel.
Damit hatte er eigentlich ausgesorgt, denn er verdiente gut, seine Zukunft war gesichert, als Dozent stand er in hohem Ansehen, als Musiker und Orgelkünstler war er sehr erfolgreich.
Nachdem Albert Schweitzer erfahren hatte, dass in Afrika Ärzte gebraucht würden, entschloss er sich, Medizin zu studieren (1905–1910). 1912 promovierte er zum Dr. med. "Er ist verrückt geworden" meinten Freunde und Verwandte, als er durch schriftlichen Verzicht auf seine Venia Legendi, seine Lehrbefugnis, aus dem Lehrkörper der Universität Straßburg ausschied. Mit seiner Frau Helene geborene Bresslau reiste er 1913 nach West-Afrika, um dort, am Fluss Ogooué in Gabun, das Tropenkrankenhaus Lambarene aufzubauen.
1917–1918 wurde er wegen seiner deutschen Staatsbürgerschaft (1. Weltkrieg) nach Europa zurücktransportiert und in Bordeaux, Garaison und St. Rémy interniert. 1919 wurde dem Ehepaar die Tochter Rhena geboren. 1920 bekam er die franz. Staatsbürgerschaft dank der Versailler Verträge. In den Folgejahren unternahm er immer wieder viele Vortrags- und Konzertreisen, um sein Lambarene-Projekt finanzieren zu können. Bis zu seinem Tod hielt sich Schweitzer insgesamt vierzehn Mal in Afrika auf, immer wieder unterbrochen durch Reisen in Europa, um Gelder für sein Spital aufzutreiben. Er veröffentlichte auch philosophische, theologische sowie kulturpolitische Bücher, deren Verkaufserlös ebenfalls zur Finanzierung seines Lebenswerkes diente. 1951 erhielt er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels in der Paulskirche in Frankfurt/Main.

1952 durfte Albert Schweitzer den Friedensnobelpreis entgegen nehmen.

1955 eröffnete er ein Lepra-Dorf. Von Lambarene aus erhob er seine Stimme gegen Kernwaffenversuche (1957/58), gedruckt als "Deklaration des Gewissens" und "Friede oder Atomkrieg". Im Mai 1957 starb seine Frau in Zürich. Ihre Urne wurde in Lambarene beigesetzt.

Am 4. September 1965 starb Albert Schweitzer in seinem Lambarene-Spital. Dort wurde er, neben seiner Frau, beigesetzt.

Sein Lebensinhalt galt den Armen und Schwachen. Helfen, Leben schützen und bewahren, gemäß seinem Motto "Habt Ehrfurcht vor dem Leben!" prädestinierten Albert Schweitzer als Vorbild gerade auch in heutiger Zeit und gerade auch für unsere Schule.